Beneiden

1. Besser beneidet, als bemitleidet (beklagt). Hollenberg, II, 29; Steiger, 79; Eiselein, 66; Gaal, 183.
Wenn nämlich der Beneidete, was der Sinn des Sprichworts ist, glücklich und der Beklagte unglücklich ist.
Dän.: Bedre at misundes for at have rigdom, end ynkes for at have forød den.
Engl.: Better be envied, than pitied. (Bohn II, 327.)
Frz.: Il vaut mieux faire envie que pitié. (Lendroy, 657.)
It.: E meglio esser invidiato, che compassionato.
Lat.: Malo invidiam, quam misericordiam. – Miserrima est fortuna quae inimico caret. (Publ. Syr.) – Praestat invidiosum esse. (Herod.) (Erasm., 523.)
Ung.: Jobb ha irigylik szerencsédet, mintsem ha szánnak. (Gaal, 183.)
2. Wer nicht beneidet sein will, muss sich seines Glücks nicht rühmen.
Lat.: Jactantiae comes invidia. (Seybold, 225.)
[Zusätze und Ergänzungen]
zu 1.
Holl.: Idt is beter beniedt, als beklaegt.
3. Mancher beneydet dass hie suydt (sieht) vnd moiss doch lyden, dass geschuydt.Weinsberg, 51.
4. Mögen sie mich beneiden und hassen, ich gehe ruhig meine Strassen.
Holl.: Laat ze mij benijden en haten, ik ga rijden mijner straten. (Harrebomée, II, 312a.)
5. Wer nicht beneidet wird, hat noch nichts Grosses gethan.Kornmann, V, 7.

Deutsches Sprichwörter-Lexikon . 2015.

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  • beneiden — beneiden …   Deutsch Wörterbuch

  • Beneiden — Beneiden, verb. reg. act. Neid gegen eine Person oder über eine Sache äußern. Jemanden beneiden, ingleichen, einen um etwas, oder wegen einer Sache beneiden. Er wird beneidet. Man beneidet dein Glück. Um dieß Vergnügen muß mich ein Prinz beneiden …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • beneiden — V. (Mittelstufe) auf jmdn. oder etw. neidisch sein Beispiele: Er beneidet seinen Freund um seine Unbekümmertheit. Sie ist nicht zu beneiden …   Extremes Deutsch

  • beneiden — ↑ Neid …   Das Herkunftswörterbuch

  • beneiden — neidisch sein; neiden * * * be|nei|den [bə nai̮dn̩], beneidete, beneidet <tr.; hat: (auf jmdn.) neidisch sein: ich beneide ihn um diese Sammlung, wegen seiner Fähigkeiten; sie ist nicht zu beneiden (sie kann einem leidtun). * * * be|nei|den 〈V …   Universal-Lexikon

  • beneiden — missgönnen, neiden, neidisch sein, nicht gönnen, vor Neid erblassen. * * * beneiden:⇨neiden,neidisch(2) beneiden→neiden …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • beneiden — be·nei·den; beneidete, hat beneidet; [Vt] jemanden (um etwas) beneiden Neid empfinden, weil man jemandes Fähigkeiten oder das, was ihm gehört, selbst gern hätte ↔ jemandem etwas gönnen: Er beneidet mich um mein neues Auto || ID nicht zu beneiden… …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • beneiden — beneide …   Kölsch Dialekt Lexikon

  • beneiden — be|nei|den …   Die deutsche Rechtschreibung

  • missgönnen — beneiden, eifersüchtig sein, missgünstig/neidisch sein, neiden, nicht gönnen, vor Neid vergehen; (ugs.): scheel ansehen, vor Neid platzen. * * * missgönnen:⇨neiden missgönnennichtgönnen,neiden,beneiden,missgünstig/neidisch/eifersüchtigsein,einmiss… …   Das Wörterbuch der Synonyme

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